Autonomie stärken: Rat fordert besseren Zugang für junge Menschen zu ihren Rechten

In seiner Sitzung am 12. Dezember nahm der EU-Rat der Jugendminister und –ministerinnen Schussfolgerungen zur Förderung von Autonomie und Teilhabe junger Menschen in der Gesellschaft steigern. Mitgliedstaaten sind vor diesem Hintergrund aufgefordert mögliche rechtliche Hindernisse beim Recht auf Partizipation abzubauen.

Mit dem von der italienischen Regierung eingebrachten Papier sollte der jugendpolitische Blick auf Empowerment scheinbar wieder in den Fokus gerückt wurden. Eine Strategie für junge Menschen zur Förderung der Entwicklung hin zum Erwachsenenleben beinhalte nicht nur Politiken, die den Übergang von der Schule ins Erwerbsleben unterstützen, sondern müsse sich auch Aspekten, wie Zugang zu Wohnen und finanziellen Möglichkeiten, oder wie Wohlergehen und Befähigung zur Beteiligung an sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten widmen, heißt es in der Erklärung des Rates.

Damit junge Menschen ihre Rechte nutzen können, müsse die EU sich aktuell insbesondere um die Schaffung von Arbeitsplätzen und um soziale Innovation kümmern. Und dies könne nur durch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Politikbereichen und Akteuren aller institutionellen Ebenen erreicht werden.

Als politische Schwerpunkte zur Förderung des Zugangs zu Rechten werden u.a. die Bekämpfung von Diskriminierung beim Zugang zu Wohnraum, zum Arbeitsmarkt, zur Gesundheits- und Sozialleistungen gesehen, aber auch die Sensibilisierung junger Menschen für ihre Rechte und die Unterstützung bei der Wahrnehmung dieser.

Aber auch die wichtige Rolle von Jugendorganisationen und Jugendarbeit wird hier herausgehoben, nicht nur für die Gewährleistung von Partizipation und Förderung einer aktiven Bürgerschaft, sondern auch für den Erwerb von Fähigkeiten, die wichtig für ein autonomes Leben sind.

Qualitativ gute und sozial abgesicherte Arbeitsplätze, Prävention von Schul- und Bildungsabbruch, Förderung von Jugendarbeit und Angebote an Wohnraum für junge Menschen mit geringem Einkommen oder arbeitslose junge Menschen sowie für Studenten stellen einige der Anregungen für nationales Handeln dar. Die Länder sind weiter aufgefordert - unter Berücksichtigung der Subsidiarität - die Informations- und Aufklärungsarbeit für junge Menschen zu fördern, gleiche Chancen und Gleichberechtigung zwischen jungen Frauen und Männern im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben zu unterstützen und die Einrichtung von Programmen zur Förderung unternehmerischer Projekte junger Menschen zu erwägen.

(JUGEND für Europa)

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