Aufruf der BKJ: Kulturelle Bildung in Europa stärken!

Zum Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft fordert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e.V., kulturelle Bildung als Querschnittsaufgabe in den politischen Entscheidungsgremien Europas in den Blick zu nehmen.

via Bundesvereinigung kulturelle Jugendbildung e.V.

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e.V. findet es an der Zeit, Kulturelle Bildung wieder auf die Agenda der deutschen Kultusministerkonferenz, der Bundesregierung, der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten sowie der Institutionen der Europäischen Union zu setzen. Mit einem Auge auf der neuen Kulturstrategie, die die Kommission vorgeschlagen hat (siehe NEWS vom 28.06.2007) und mit dem anderen auf dem Experten-Bericht "Investing in youth: an empowerment strategy" (siehe NEWS vom 30.04.2007) findet die BKJ, dass in letzter Zeit die Relevanz von Kultur und kultureller Bildung vor allem für die soziale Integration deutlich werde.

Daran anknüpfend fordert die BKJ die Bundesregierung dazu auf, sich für folgende Zielsetzungen stark zu machen:

  1. Bei Einführung der Offenen Methode der Koordinierung als europaweite kulturpolitische Strategie durch die EU-Kommission sollte "Kulturelle Bildung" ein Schwerpunktthema sein.
  2. Bei Einführung eines europaweiten strukturierten Dialogs im Kulturbereich sollten auch die Akteure und politisch Verantwortlichen aus den Bereichen Bildung und Jugend bei Fragen der Kulturellen Bildung zur gemeinsamen sektorübergreifenden politischen Lösungsfindung miteinbezogen werden.
  3. Die Möglichkeit der Förderung von multinationalen Netzwerken sollte dazu genutzt werden, auch ein "Netzwerk Jugend Kultur Bildung" auf europäischer Ebene zu unterstützen.
  4. Im Rahmen des von der EU-Kommission für 2009 vorgeschlagenen "European year of creativity and innovation" sollten Träger der Kulturellen Bildung erste Pilotaktionen mit europäischem Mehrwert durchführen können, deren Erfahrungen dann evaluiert in einer neuen Generation von EU-Aktionsprogrammen berücksichtigt werden können.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der BKJ.

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