3. EU-Jugendbericht veröffentlicht

​​Die Europäische Kommission hat heute den dritten EU-Jugendbericht veröffentlicht. Der Bericht - wenn auch nur im Entwurf - skizziert ein ein umfassendes Bild der Lebenslagen junger Menschen in der europäischen Union und der Maßnahmen, wie Politik diese jungen Menschen adressiert. 

Der Bericht zeigt, dass junge Menschen generell besser ausgebildet als ihre Vorgängergenerationen sind und generell weniger Schulabbrecher zu verzeichnen seien. Dennoch sind 8.7 Mio. jungen Menschen zwischen 15-29 Jahren arbeitslos, 13.7 Mio. junge Menschen sind gar nicht in Beschäftigung, Aus- oder Weiterbildung (so genannte NEETs) und fast 27 Mio. junge Menschen sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. NEETs tendieren dazu, weniger in soziale Aktivitäten zu partizipieren, weniger von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und haben weniger Vertrauen in die staatlichen Institutionen. Junge Menschen sind aktive Nutzer des Internets und der sozialen Medien. Die Hälfte von Ihnen sind aktive Mitglieder in Organisationen. Jeder vierte war bereits ehrenamtlich aktiv.

Von der EU und den Mitgliedstaaten fordere die schwierige Situation, insbesondere der Bekämpfung sozialer Exklusion, Marginalisierung und Radikalisierung und Gewaltbereitschaft sowie der Integration junger Menschen in die Gesellschaft eine hohe Priorität einzuräumen. Es bestünde demnach ein besonderes Bedürfnis zur stärkeren Kooperation zu Bereichen des Sports und der Bildung um die soziale Inklusion, Beschäftigungsfähigkeit und Kompetenzen zu erhöhen. Es sei daher auch notwendig, jungen Menschen eine starke Stimme im politischen Prozess zu geben, so der Bericht.
 
Das Erasmus+ Programm und andere EU-Instrumente sollen für diesen Politikansatz verstärkt werden. Erasmus+ soll von 2016 in seinen Förderrichtlinien stärker die Inklusion, Bürgerschaft und den interkulturellen Dialog berücksichtigen.
 
Der Bericht mit seinen einzelnen Dokumenten und den jeweiligen nationalen Beiträgen ist zu finden unter. http://ec.europa.eu/assets/eac/youth/library/reports/youth-report-2015_en.pdf.
 
(Quelle: JUGEND für Europa - Service- und Transferstelle EU-Jugendstrategie)
 

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