Bildung braucht EU-Ziele
Interview mit dem Generaldirektor für Bildung und Kultur der EU-Kommission, Nikolaus van der Pas, zur Zukunft von gemeinsamen bildungspolitischen Leitlinien in der EU.
Interview mit dem Generaldirektor für Bildung und Kultur der EU-Kommission, Nikolaus van der Pas, zur Zukunft von gemeinsamen bildungspolitischen Leitlinien in der EU.
Eine spezielle Eurobarometer Untersuchung sammelte Meinungen von EU-Bürgern zum Lebenslangen Lernen. Das, so fanden sie, sei nicht nur etwas für junge Menschen. Am liebsten lernen sie in informellen Zusammenhängen.
Die europäischen Bildungsminister gehen in die Offensive: Nach dem schlechten Abschneiden der beruflichen Bildung im so genannten "Kok-Report" sind stärkere Maßnahmen geplant.
Eine Sachverständigengruppe unter Leitung des früheren niederländischen Ministerpräsidenten Wim Kok kommt in einem Bericht über die Umsetzung der Lissabon-Strategie zum Ergebnis, dass die Europäische Union die darin festgelegten Ziele nicht erreicht hat. Unter anderem empfiehlt sie bessere Strategien für lebenslanges Lernen.
In einer Entschließung des Rats der Europäischen Union wird der lebensbegleitenden Bildungs- und Berufsberatung auf höchster Ebene Bedeutung eingeräumt. Dies entspricht einer Forderung des Weißbuchs "Neuer Schwung für die Jugend Europas".
Im Entwurf einer Stellungnahme des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments wird die geplante Mittelausstattung 2005 für die Bildungs- und Kulturprogramme als enttäuschend bezeichnet. "Im Jahre 2005 beabsichtigt die Gemeinschaft, fast genau so viel für Zuschüsse für die Tabakerzeugung (952 Mio. EUR in Artikel 05 02 10) auszugeben wie für die allgemeine Bildung, die berufliche Bildung, Jugend, Kultur, audiovisuelle Medien, Städtepartnerschaften und Zuschüsse für kulturelle Organisationen zusammengenommen," heißt es dort.
Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, dem 14. Juli auch ihre Vorschläge für die neue Programmgeneration im Bereich allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und audiovisuelle Medien angenommen. Diese sollen die derzeitigen Programme ablösen (Laufzeit: 2007-2013) und zur Verwirklichung des Lissabonner Ziels beitragen, nämlich Europa bis zum Jahr 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen.
Die für Bildung und Kultur zuständige Generaldirektion hat jetzt einen Bericht vorgelegt, der einen Überblick über die nationalen Strategien der Mitgliedstaaten zur Realisierung eines Raumes des lebensbegleitenden Lernens gibt.
Die Bildungsminister- und –ministerinnen der alten und neuen Mitgliedstaaten der EU nahmen während ihrer Sitzung eine Entschließung zum Thema „Gestaltung der Schule als offenes Lernumfeld, um Schulabbruch und Missbehagen bei Jugendlichen vorzubeugen und entgegenzuwirken und die soziale Integration der Jugendlichen zu fördern“ an.
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Einladung zum JiVE-Fachkolloquium 2012: Empowerment für alle Jugendlichen
Zum ersten Fachkolloquium im Rahmen der jugendpolitischen Initiative JiVE lädt JUGEND für Europa gemeinsam mit IJAB vom 19. bis 20.06.2012 nach Bad Honnef ein.