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Europa (farben)froh: Österreich hat die Ratspräsidentschaft übernommen. Österreich tritt ein schweres Erbe an. So müssen dem im Dezember 2005 von den 25 Staats- und Regierungschefs mit Mühe beschlossenen Finanzrahmen 2007-2013 nun auch Europa-Parlament und die Kommission zustimmen. Auch die Reflexionsphase über die Zukunft Europas soll in dieser Zeit bewertet werden, um eine weitere Vorgangsweise für den Europäischen Verfassungsvertrag zu finden. Ebenso stehen Maßnahmen zur Förderung von Wachstum, Beschäftigung, Forschung und Technologieentwicklung auf der umfangreichen Agenda. "Österreich möchte die Zeit seiner Präsidentschaft vor allem auch dafür nützen, Europa den Bürgerinnen und Bürgern wieder näher zu bringen und das Vertrauen in das europäische Projekt zu stärken", kommentierte der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Zumindest die Präsidentschaftsseite im Internet vermittelt den Eindruck, dass damit vor allem die Jugend animiert werden soll, Europa als Thema und Lebenswelt zu entdecken. So wird unter dem Motto "Raus aus dem Haus! Rein nach Europa!" ausführlich für das Programm JUGEND geworben und Planungshilfen gegeben. Im Rahmen der Kampagne "Europa hört zu" bietet ein gleichnamiges Online-Feedback Formular auf einer eigens kreierten Webseite der Ratspräsidentschaft www.zukunfteuropa.at neben einem "Europa-Quiz" und einem "Europa-Stammtisch" die Möglichkeit, eigene Ideen und Anregungen zu aktuellen europapolitischen Fragen zu übermitteln. Er soll einen Schwerpunkt und ein zentrales Element der Europa-Kampagne der österreichischen Bundesregierung darstellen. Die jugendpolitischen Ziele dieser Präsidentschaft sind im Arbeitsprogramm für 2006 festgelegt: So sollen "alle erdenklichen Bemühungen" unternommen werden, um vor Ende des Jahres 2006 eine endgültige Einigung über das Programm "Jugend in Aktion" (2007-2013) zu erzielen. Außerdem soll die Überwachung der Umsetzung des Europäischen Pakts für die Jugend in die Mechanismen zur Berichterstattung über die Lissabonner Strategie integriert werden. Die Europäische Jugendpolitik der Vorsitze soll sich auf die im Juni 2005 vorgelegte Mitteilung der Kommission über europäische Politiken im Jugendbereich stützen. Auf der Tagesordnung des Rates sollen speziell die Partizipation und Information Jugendlicher, Jugendforschung und die Anerkennung außerschulischer und informeller Lernerfahrungen im europäischen Jugendbereich stehen. Österreich hatte an anderer Stelle bereits angekündigt, dafür die Entwicklung von Instrumenten zu forcieren. Übrigens: Das Logo der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2006 wurde als "farbenfrohe Symbol Europas" vom niederländischen Designer Rem Koolhaas entworfen. Die Fahnen der Mitgliedstaaten als "Strichcode" (Barcode) soll Europas Vielfalt und Einzigartigkeit "in einem einzigen Symbol vereint" visuell darstellen und Merkmale der Europäischen Union wie Weiterentwicklung, Dynamik und Bewegung wiedergeben. Die Fahnen der EU-25 sind entsprechend der geografischen Lage der Mitgliedstaaten von Westen (links) nach Osten (rechts) aneinandergereiht. Aktuell sind die Esten allerdings mit der farblichen Anordnung ihrer Flagge nicht einverstanden. Auf einen Eklat will man aber verzichten. [ Quelle:Österreichische Präsidentschaft | 16.01.2006 ] HintergrundinformationenDie RatspräsidentschaftHintergrund: Die Ratspräsidentschaft, also der Vorsitz im Rat der Europäischen Union, wird von den Mitgliedstaaten turnusmäßig für jeweils sechs Monate wahrgenommen. Die Aufgaben des Ratsvorsitzes sind:
Die Reihenfolge der Länder wird vom Rat einstimmig festgelegt. In der ersten Jahreshälfte 2006 übernimmt Österreich nach 1998 zum zweiten Mal seit seinem EU-Beitritt im Jahr 1995 den Ratsvorsitz in der Europäischen Union. Auf Österreich folgen Finnland ab 1.7.2006, danach Deutschland, Portugal, und in der ersten Jahreshälfte 2008 - als erster der neuen Mitgliedstaaten - Slowenien. Dokumente
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