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Ein höherer Dienst: Youth on the Move soll Europas Hochschulen attraktiver machen Als sich die neue Kommissarin für Jugend vor einigen Wochen dem Europäischen Parlament vorstellte (siehe NEWS), klang die Sache noch anders. Androulla Vassiliou nannte Jugend und (Lern-)Mobilität als eine ihrer drei Politik-Schwerpunkte. Dabei bezog sie sich bereits auf Präsident Barrosos neue Youth on the Move - Initiative, „um die Errungenschaften der Lernmobilität für alle jungen Leuten zugänglich zu machen“. Youth on the Move solle gar als eine Art Matrix für die Vereinfachung der Vielzahl an bestehenden Programmen dienen.Gestern nun redete der Chef höchstselbst und stellte seine EU-2020 Strategie vor. Schlüsselelemente für das Ankurbeln der Wirtschaft, die auf EU-Ebene und in den Mitgliedstaaten umgesetzt werden sollen, seien, so Barroso vor der Presse:
Angesichts dieser für manche überraschenden Engführung ließ die neue (siehe NEWS) Intergruppe Jugend im Europäischen Parlament denn auch prompt verlauten, man sei mit der Youth on the Move-Initiative so nicht zufrieden. Sie verdiene ihre Bezeichnung nicht, da es eben nicht um die Jugend sondern "nur" um Studenten und Hochschulbildung ginge. Langfristige Investitionen in die Verbesserung der Lebenssituation aller jungen Menschen sei dagegen der einzige Weg mit Perspektive. Junge Menschen benötigten, so die Intergruppe, spezifische auf sie zugeschnittene Instrumente, um ihnen den Übergang von der Schule in den Job zu erleichtern. "Youth on the Move" in der vorliegenden Form greife da zu kurz, die Kommission risikiere den Verlust einer ganzen Generation. Daher, so die Forderung der Parlamentarier, sollte der Europäische Pakt für die Jugend in die EU 2020-Strategie integriert werden, um sicher zu stellen, dass die gesamte Bandbreite jugendbezogener Politiken in die Umsetzung einbezogen ist. Die bevorstehende Debatte um die Nachfolgeprogramme im Bereich Jugend ab 2014 jedenfalls ist nach der Barroso-Initiative offener denn je. Denn natürlich ist EU 2020 keine umfassende Beschreibung dessen, was die EU insgesamt in den nächsten Jahren vorhat. Die Umsetzung der neuen EU-Jugendstrategie gehört weiterhin in den Mittelpunkt der politischen Diskussion, in Europa und in den Mitgliedsländern. [ Quelle:IP/10/225 | 04.03.2010 ] HintergrundinformationenEuropa 2020Die neue Initiative "Europa 2020" löst die gescheiterte Lissabon-Strategie ab, die dieses Jahr auslief. Diese hatte das ambitionierte Ziel, die EU zum "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen". Die Staats- und Regierungschefs sollen die Grundzüge der neuen Strategie auf ihrem Gipfeltreffen Ende März verabschieden und die endgültige Version im Juni 2010. Dokumente
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