In einer Wirkungsanalyse der Europäischen Kommission zum geplanten Programm „JUGEND IN AKTION“ (2007-2013) fasst diese die Ergebnisse von Evaluationen und Konsultationen für eine Begründung des Programmvorschlags zusammen.
Eine Wirkungsanalyse ist fester Bestandteil bei der Entwicklung von neuen Programmen. Sie stellt die Gründe dar, aus denen heraus die Kommission sich für die Ausarbeitung des vorliegenden Programmvorschlags entschieden hat und dient dem Rat der Jugendminister als Hintergrund und Entscheidungshilfe für einen entsprechenden Beschluss.
Für die Wirkungsanalyse wurden die Ergebnisse der Halbzeitbewertung des Programms JUGEND mit einbezogen. Auch die öffentlichen Konsultationen über die künftigen Programme in den Bereichen Allgemeine und beruflichen Bildung und Jugend, mit der die Kommission Ende des Jahres 2002 begonnen hatte und deren Ergebnisse im November 2003 vorgelegt wurden, sowie die spezifischen Konsultationen verschiedener Partner im Jugendbereich werden dargestellt.
Die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation, an der sich zahlreiche Nicht-Regierungs-Organisationen beteiligten, zeigten unter anderem den deutlichen Wunsch, ein spezifisches Jugendprogramm zu erhalten, die nicht formalen Lernerfahrungen für junge Menschen zu fördern und sich daher auf Bedürfnisse zu beziehen, die von den formalen Bildungssystemen nicht abgedeckt werden. Das neue Programm sollte die aktive Bürgerschaft junger Menschen und ihre Partizipation in der Gesellschaft fördern; es sollte ferner Freiwilligendienste in der Gesellschaft (für alle Altersgruppen) und die Entwicklung einer europäischen Identität fördern und sich mit Themen wie Menschenrechte, Rassismus, Toleranz und soziale Ausgrenzung befassen. Daneben wurden flexiblere Programm- und Verfahrensstrukturen sowie unbürokratischere und flexiblere Finanzierungsmöglichkeiten gewünscht.
In einem gemeinsamen Standpunkt hatten die Nationalen Agenturen des Programms JUGEND ebenfalls ein eigenständiges Jugendprogramm gefordert, das auf die besonderen Anforderungen der nicht-formalen Bildung eingeht. Neben einer deutlichen Querverbindung zwischen den Prioritäten des Weißbuchs und dem Programm legten die Nationalagenturen Wert auf einen verstärkt dezentralisierten Ansatz bei dessen Umsetzung.
Interessant ist auch ein Gedankenspiel, dass der Bericht enthält. Anhand der erarbeiteten Ziele werden in der Analyse verschiedene Szenarien zur Umsetzung beleuchtet: