Gerade Recht zum Referendenschock - aber natürlich weitaus früher geplant - hat die Europäische Kommission einen "Aktionsplan zur Verbesserung der Kommunikationsarbeit der Kommission zu Europa" gebilligt. Der Aktionsplan geht auf eine Initiative der Vizepräsidentin Margot Wallström zurück, die für die Institutionellen Beziehungen und die Kommunikationsstrategie zuständig ist.
Mehr Dialog, mehr Konsultation und Diskussion über die Rolle der Union will die Kommission ermöglichen: "Dieser Aktionsplan ist die konkrete und pragmatische Umsetzung unserer politischen Priorität, mit den Bürgern der Europäischen Union in einen Dialog zu treten," erklärte Margot Wallström. Satte 50 Aktionen des Plans zielen auf eine Verbesserung der Fähigkeiten der Kommissionsdienststellen, die europäische Politik zu vermitteln.
Das neue Kommunikationskonzept ist an drei Grundsätzen ausgerichtet:
Dem Aktionsplan wird ein Weißbuch folgen, das sich an alle Beteiligten richtet. Darin sind die politische Vision und die mittel- und langfristig in Zusammenarbeit mit den anderen Organen und Entscheidungsträgern einzuleitenden Maßnahmen dargelegt. Außerdem werden im Aktionsplan verschiedene Wege vorgeschlagen, um die Kommunikationsarbeit in Europa zu verbessern:
Die Zuständigkeit für eine verbesserte Kommunikation mit Institutionen, der Politik und den Bürgern läge aber nicht nur bei der Kommission, meinte Margot Wallström. Der Erfolg der Aufgabe hänge entscheidend "von der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den anderen wichtigen Akteuren in der europäischen Politik" ab. Frau Wallström muss es wissen, hat sie doch 2004 zusammen mit dem EP-Abgerodneten Göran Färm das Buch geschrieben: "The People´s Europe or Why is it so hard to love the EU?"