Weltjugendbericht der UNO

Trotz erheblicher Fortschritte bei Bildung und Ausbildung sind junge Leute weltweit besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies ist nur eines von mehreren erschütternden Ergebnissen des Weltjugendberichts 2005.

via Vereinte Nationen

Der Bericht analysiert die Situation von Jugendlichen auf der ganzen Welt in 15 als prioritär erkannten Themenfelder. Daneben wird ein besonderer Schwerpunkt auf drei bereiche gelegt, die bislang nicht intensiv erforscht werden:

  • Gender-spezifische Fragestellungen bei Jugendlichen, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind,
  • junge Menschen in Armut,
  • das Phänomen einer Medien-geleiteten globalen Jugendkultur.
Die Hälfte der 1,2 Milliarden 15-24-Jährigen auf dieser Welt müssen dem Bericht zufolge mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen. Insgesamt gelten 130 Mio. Jugendliche als Analphabeten.

Obwohl die Generation der heute 15- bis 24-Jährigen besser ausgebildet sei als jede andere zuvor, sei die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe auf einen neuen Rekordwert gestiegen: 88 Millionen suchen Arbeit.

Die häufigste Todesursache in dieser Altersgruppe ist Aids. Etwa zehn Millionen Jugendliche und junge Erwachsene sind mit dem HI-Virus infiziert, die meisten von ihnen leben in Afrika oder Asien.

Bei allen Unterschieden zwischen jungen Leuten in Entwicklungs- und Industrieländern macht der Bericht einige globale Trends aus: Die Pubertät beginnt weltweit immer früher. Gleichzeitig verschiebt sich das Heiratsalter nach hinten. Beunruhigt zeigen sich die Autoren über die wachsende Beliebtheit synthetischer Drogen bei jungen Leuten. In dieser Hinsicht hätten viele Entwicklungsländer mit den Industriestaaten gleichgezogen, heißt es in dem Bericht. Zudem würden Angehörige der untersuchten Altersgruppe besonders häufig festgenommen. Auch in bewaffnete Konflikte seien junge Leute überproportional stark vertreten, als Täter wie als Opfer.

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