Mit Blick auf die Deutsche Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 hat der DBJR eine effektivere Umsetzung der Offenen Methode der Koordinierung (OMK) und der jugendpolitischen Ziele angemahnt.
EU-Kommission und EU-Jugendministerinnen und -minister haben, so der DBJR in seiner Stellungnahme vom 27./28. Oktober 2006, Erwartungen geweckt und nur unzureichend erfüllt. Nach der Verabschiedung des Weißbuchs und dem Entschluss, Europa für Jugendliche stärker zu erschließen und sie an der Gestaltung der europäischen Zusammenarbeit zu beteiligen, zeige die Zwischenbilanz nach fünf Jahren nur eine "vertane Chance", "viel Papier und wenig Wirkung".
So sei der Grundgedanke der OMK als Instrument der jugendpolitischen Zusammenarbeit von der EU-Kommission und der Bundesregierung im Jugendbereich bisher zu wenig umgesetzt worden. Statt den fachlichen Austausch zusuchen, sei sie auf ein rein formales, technokratisches Berichtswesen reduziert worden. EU-Kommission und Bundesregierung seien auf halber Strecke und auf einer abstrakten Meta-Ebene stecken geblieben.
Statt nun wieder neue Themen und Ziele festzulegen, müsse die Umsetzung bestehender gemeinsamer Zielsetzungen im Rahmen eines strukturierten Dialogs die oberste Priorität haben, so der DBJR. Dazu sei aber eine zeitliche Streckung des Verfahrens erforderlich, um eine entsprechende Partizipation lokaler und regionaler Träger zu ermöglichen. Auf nationaler Ebene hieße das: