Das Europäische Jugendforum hatte seit 2003 regelmäßigen Kontakt
zur Weltbank. Beide Organisationen einigten sich auf einen
umfassenden, offenen und transparenten Konsultationsprozess und
so einen Input der Jugendorganisationen in den Weltbankprozess.
Ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit waren Vereinbarungen,
die auf der Jugend-Entwicklungs- und Friedens-Konferenz 2004 in
Sarajevo geschlossen wurden und die zum Kinder- und
Jugend-Rahmenwerk der Weltbank führten. Der Fokus des
2007er-Berichts war der nächste große Schritt, zu dem das
Europäische Jugendforum in verschiedenen Stadien der Konsultation
beitrug.
Deren Berücksichtigung im Endbericht lässt jedoch aus Sicht des
Jugendforums zu wünschen übrig:
- Der Bericht identifiziere junge Menschen nicht als Partner im
Entwicklungsprozess. Jugendorganisationen würden kaum erwähnt.
Statt dessen beziehe der Bericht sich auf 2000 zufällig
ausgewählte Jugendliche.
- Der Titel "die nächste Generation" unterschätze und
unterbewerte junge Menschen: Sie seien nicht die nächste
Generation, sondern lebten heute.
- Das Konzept der Jugendpartizipation, das der Report
hervorhebe, sei völlig unterentwickelt gemessen an der soliden
Verankerung, die Partizipation in anderen internationalen
Institutionen wie dem Europarat habe.
- Nicht-formale Bildung werde im Bericht nicht ausreichend
beachtet. Nicht-formale Ausbildung werde kurz erwähnt,
Peer-Education und nicht-formale Bildung jedoch, die
komplementäre Rolle nicht-formaler Bildung zu formaler Bildung
und Jugendorganisationen als wichtige Förderer gar nicht.
Während der Weltbankbericht 2007 feststelle, wie wichtig die
Jugend sei, müsse die Weltbank selbst noch große Anstrengungen
unternehmen, diese Botschaft in ihren Programmen und durch einen
weiteren Dialog mit jungen Leuten auch umzusetzen.
Dokumente
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