Wie hoch ist der Anteil junger Menschen an der Bevölkerung der
EU27? Wie viele junge Menschen verfügen über eine
Sekundärschulausbildung? In welchen Studienfächern absolvieren
sie eine Hochschulausbildung? Wo ist die Jugenderwerbslosenquote
am höchsten? Wie unterscheidet sich die Internetnutzung junger
Menschen von der der Gesamtbevölkerung?
Um die Neugier rund um den Europäischen Jugendgipfel, der am
24.-25. März 2007 zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge
veranstaltet wurde (siehe
NEWS 27.03.2007) zu befriedigen, gab es ein paar Zahlen von
Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften.
Unter der Überschrift: "Junge Europäer im Spiegel der Statistik"
erhellt die Veröffentlichung blitzlichtartig – allerdings auch
willkürlich – die Situation von Jugendlichen in den Jahren 2004
und 2005:
- Drei von zehn Einwohnern der EU27 sind jünger als 25 Jahre.
Den höchsten Anteil Jugendlicher unter 15 Jahren verzeichnete
Irland mit 20,5%. Die niedrigsten Anteile wurden in Bulgarien mit
13,6% sowie in Deutschland, Italien und Slowenien mit jeweils
14,1% festgestellt.
Drei Viertel der jungen Menschen in der EU27 haben mindestens
eine Ausbildung der Sekundarstufe II. Die Erwerbslosenquote2 der
15- bis 24-Jährigen war in der EU27 in den vergangenen Jahren zwar
rückläufig (von 19,2% im Januar 2004 auf 16,8% im Januar 2007),
dennoch ist sie nach wie vor mehr als doppelt so hoch wie die der
Gesamtbevölkerung (7,5%). In Deutschland betrug die
Jugendarbeitslosigkeit 14,9% gegenüber 7,7% der Gesamtbevölkerung.
Ein Fünftel der Hochschulabsolventen in der EU27 hat Wirtschaft und
Verwaltung studiert, genauer 20%. 14% haben einen Abschuss im
Gesundheits- und Sozialwesen, 13% im Ingenieurwesen, jeweils 11% in
Pädagogik sowie in Geisteswissenschaften und Kunst, jeweils 10% in
Sozialwissenschaften und Journalismus sowie in Naturwissenschaften,
Mathematik und Informatik, 6% in Recht, 4% in Dienstleistungen und
2% in Landwirtschaft und Tiermedizin. In Belgien, Dänemark,
Deutschland, Italien, Schweden und dem Vereinigten Königreich
legten die meisten Studierenden einen Abschluss im Gesundheits- und
Sozialwesen ab.Fast drei Viertel der jungen Menschen in der EU25
nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. Im Jahr 2006
nutzten in der EU25 73% der Bevölkerung im Alter von 16 bis 24
Jahren das Internet im Durchschnitt mindestens einmal wöchentlich,
gegenüber 47% der Gesamtbevölkerung. Am höchsten waren die Anteile
der das Internet nutzenden Personen von 16 bis 24 Jahren in den
Niederlanden mit 96%, Dänemark, Finnland und Schweden mit jeweils
94%. In Deutschland wird mit am meisten über das Internet
eingekauft.