Bereiche wie Mobilität, Teilhabe, nicht formales und informelles Lernen sollten integraler Bestandteil der Durchführung von Barrosos Europa 2020 - Initiative sein, gerade auch dann, wenn es um Jugendarbeitslosigkeit geht.
Die Jugendarbeitslosigkeit hat ein besorgniserregendes Niveau erreicht: In der Europäischen Union ist jeder fünfte junge Mensch unter 25 Jahren arbeitslos. Darüber hinaus ist jeder fünfte junge Mensch im Alter zwischen 18 und 24 Jahren armutsgefährdet. Angesichts der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklung scheint Besserung nicht in Sicht.
Interessant ist nun, dass es auf EU-Ebene seit November 2009 die neue EU-Jugendstrategie gibt, die einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa (2010-2018) beschreibt, ein großer Wurf und ein ambitioniertes Programm. Vorarbeit hatte die EU-Kommission geleistet, verabschiedet wurde die Strategie dann vom Rat der EU.
Kurze Zeit später nun veröffentlichte Kommissionspräsident Barroso seine "Strategie Europa 2020 - Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum", mit der er die wirtschaftspolitische Steuerung der EU für die nächsten 10 Jahre beschreibt. Hier ist der Einfluss der eben genannten Jugendstrategie allerdings nur schwer zu erkennen.
Da die EU-Jugendstrategie vom November 2009 dem Thema "Jugendbeschäftigung" für den Zeitraum 2010 - 2011 höchste Priorität einräumt, verabschiedete der Rat auf seiner Sitzung am 11. Mai Ziele und Leitprinzipien zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und zur Verbesserung der Einstiegsmöglichkeiten für Jugendliche ins Berufsleben.
Die Verbesserung und Anerkennung nicht formaler Rahmenbedingungen schienen den Ministern dabei besonders am Herzen zu liegen. Folgende Aussagen dazu finden sich in der Entschließung:
von Fähigkeiten und Kompetenzen;