Die Kommission will mehr Menschen für eine beruflichen Aus- und Weiterbildung ermuntern, die Qualität des Ausbildungsangebots verbessern und Mobilität als festen Bestandteil der Ausbildungsverfahren einführen. Die EU-Minister werden diesen Plan in der zweiten Jahreshälfte 2010 erörtern.
In der EU 2020-Strategie gibt es neben "Youth on the Move" weitere Leitinitiativen, die sich mit den zukünftigen Bildungsmöglichkeiten junger Menschen in Europa beschäftigen. Eine davon heißt: „Eine Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten".
Die Anfang Juni von der Kommission als Mitteilung vorgelegten Pläne für eine verstärkte europäische Zusammenarbeit bei der beruflichen Bildung verknüpfen die beiden genannten Initiativen insofern, als dass "Mobilität" nach Meinung der Kommission ein wesentliches Element in der zukünftigen beruflichen Aus- und Weiterbildung darstellen soll.
Das für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige Kommissionsmitglied Androulla Vassiliou sagte dazu: "Wir wollen das Image der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Europa verändern und für einen größeren Realitätsbezug sorgen... In der derzeitigen Wirtschaftslage ist es wichtiger denn je, unsere Bemühungen zu bündeln und die berufliche Aus- und Weiterbildung für Auszubildende, Schüler und all diejenigen attraktiver zu machen, die ihre Kompetenzen verbessern wollen." Im Dezember werden Kommissarin Vassiliou und die für berufliche Aus- und Weiterbildung zuständigen EU-Minister in Brügge (Belgien) mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zusammentreffen, um den sogenannten "Kopenhagen-Prozess" wiederzubeleben und eine ehrgeizige Modernisierungsagenda für die kommenden zehn Jahre sowie kurzfristige Ziele aufzustellen, die regelmäßig überprüft werden. Die vorliegende Mitteilung soll dafür schon einmal die politische Richtung vorgeben.
Die Pläne zeigen mehrere Wege auf, wie der beruflichen Aus- und Weiterbildung ein neuer Impuls verliehen werden soll, beispielsweise durch
Als Instrumente sollen auch weiterhin das Programm LEONARDO DA VINCI und die Strukturfonds die Zugänglichkeit, Innovation und Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung unterstützen. Es bleibt die Frage, wie die zuständigen EU-Minister im Dezember den Ball aufnehmen.