Das soeben von der EU herausgegebene Weißbuch über eine europäische Kommunikationspolitik zeigt deutlich: Europa braucht aktive Beteiligung, um die Bürgerinnen und Bürger und besonders die junge Generation nicht zu verlieren. Denn Europa betrifft gerade junge Menschen wesentlich stärker, als dies bisher wahrgenommen wird.
Die lebhafte öffentliche Diskussion um das Scheitern der Referenden in Frankreich und den Niederlanden hat eines offensichtlich gemacht: Europäische Politik findet nicht nur in Brüssel oder Strassburg statt. Ohne eine entsprechende Vermittlung erschließt sich der Bezug zwischen kommunaler, nationaler und europäischer Politik jedoch nicht von selbst – ganz zu schweigen vom Lebensalltag Jugendlicher. Um der jungen Generation Themen der europäischen Politik und Europa nachhaltig und zielgruppengerecht zu vermitteln, sind spezifische Bildungsangebote gefragt. Damit die Vielfalt Europas im täglichen Miteinander letztlich nicht zu Überforderung oder Orientierungslosigkeit führt, ist es zudem wichtig, die Förderung von Toleranz und interkultureller Kompetenz als Kernelemente der europabezogenen Bildungsarbeit zu erachten.
Eva Feldmann-Wojtachnia und Dr. Stefan Rappenglück analysieren im ihrem Beitrag aus der Sicht der Forschungsgruppe Jugend und Europa beim C.A.P die Bedeutung europäischer Entwicklungen für junge Menschen und leiten daraus konkrete Anforderungen für eine europabezogene interkulturelle Bildung ab.
Den gesamten Artikel finden Sie auf den Internet-Seiten des C.A.P - Centrum für angewandte Politikforschung.
Der Artikel wurde auch veröffentlicht in: Schulmagazin 5-10, Heft 2/2006, Oldenbourg Schulbuchverlag, S. 9-12.