Die Offene Methode der Koordinierung (OMK) ist eine Methode der Zusammenarbeit auf EU-Ebene, die in Politikfeldern angewandt wird, in denen die EU laut der Verträge nicht über Gesetzgebungskompetenz verfügt. Grundlage der Zusammenarbeit sind gegenseitiger Austausch und gegenseitiges Lernen. Die OMK wird in vielen verschiedenen Bereichen angewendet, hauptsächlich jedoch in der europäischen Beschäftigungs- und Sozialpolitik.
Mit einer OMK werden gemeinsame Zielsetzungen der EU-Staaten erarbeitet und deren nationale Umsetzung regelmäßig überprüft. Auch diese gemeinsam gesetzten Ziele sind jedoch nicht verpflichtend. Die Rolle der EU besteht hauptsächlich in der Koordination und Unterstützung der Aktivitäten, während die Mitgliedsstaaten verantwortlich für die Politiken selbst sind. Dabei kann die Kommission unverbindliche Empfehlungen und Leitlinien an die Mitgliedsstaaten kommunizieren.
Im Wesentlichen beruht die OMK auf fünf Elementen:
- Gemeinsame Ziele für die Europäische Union festlegen;- Gemeinsame Indikatoren definieren, die einen Vergleich von bewährten Praktiken und das Messen der gemachten Fortschritte ermöglichen;
- Die EU-Ziele in nationalen/regionalen/lokalen Politiken umsetzen;
- Berichte veröffentlichen, die die nationalen Berichte analysieren und bewerten;
- unter Umständen ein EU-Aktionsprogramm zu etablieren, um die politische Kooperation zu fördern und länderübergreifend Erfahrungen und bewährte Praktiken auszutauschen.