Nationalagenturen nehmen neues Programm "JUGEND in Aktion" unter die Lupe

In einer Stellungnahme haben sich auch die Nationalen Agenturen im Aktionsprogramm JUGEND gemeinsam zum Entwurf des neuen Programms "JUGEND in Aktion" geäußert.

via JUGEND für Europa

Sie betonen ihr Einverständnis mit dem allgemeinen Programmziel, Partizipation und aktive Bürgerschaft von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu fördern. Das Programm ermögliche die Einbeziehung Jugendlicher in politische Diskussionen und Entscheidungen. Diese Zielsetzung folge dem Weißbuch "Neuer Schwung für die Jugend Europas" und unterstreiche die jugendpolitische Ausrichtung des Programms. Sie empfehlen jedoch, noch deutlicher den Beitrag des Programms zum nicht-formalem und informellen Lernen und zum Konzept des Lebenslangen Lernens herauszustellen.

Die Nationalagenturen weisen auf einige Unklarheiten in Programmformulierungen hin und machen viele konkrete Verbesserungsvorschläge. So möchten sie – wie andere Kritiker auch – die differenzierten Regelungen für die Altersgrenzen übersichtlicher gestalten. Vor allem die Heraufsetzung der Altersgrenze bei den Jugendinitiativen, nämlich auf 18-30 Jährige, sehen sie als kontraproduktiv an. Unklare Zieldefinitionen und Zuschnitte stiften auch Verwirrung bei der Gestaltung des Europäischen Freiwilligendienstes.

Darüber hinaus kritisieren die Nationalagenturen eine unausgewogene Mittelverteilung zwischen den Aktionen, zum Beispiel zwischen der Aktion 1 – "Jugendaustausch, Jugendinitiativen und " Projekte der partizipativen Demokratie" und Aktion 2 – "Europäischer Freiwilligendienst" (Individueller Europäischer Freiwilligendienst, Europäischer Freiwilligendienst für Gruppen, Zusammenarbeit zwischen Zivil- und Freiwilligendiensten).

Daneben sprechen sie sich für die Beibehaltung spezieller unterstützender Maßnahmen (Aktion 4) aus, zum Beispiel für den Trainings- und Kooperationsplan (momentan ein spezielles Budget, mit dem die Nationalagenturen ihre Fortbildungsangebote realisieren) und die SALTO-YOUTH Resource Centres (Support and Advanced Learning and Training Opportunities). Zu solchen qualitätssichernden Aspekten zählen auch die fachlichen Kompetenzen der Nationalagenturen. Diese möchten nicht nur als technische und organisatorische Managementeinheit anbieten, sondern als fachliche Unterstützer und als Fachleute für eine politische Zusammenarbeit im Jugendbereich.

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