Kerstin Griese MdB, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, begrüßte in ihrer Rede auf dem 2. Forum die Intention des Verfassungsentwurfes, der Europäischen Union auch im Bereich der Jugendpolitik Handlungsmöglichkeiten einzuräumen und Maßnahmen der Mitgliedsstaaten im Jugendbereich zu ergänzen.
Dabei unterstrich Frau Griese insbesondere eine Zielsetzung aus dem Verfassungsentwurf: Jugendliche sollen sich am demokratischen Leben in Europa beteiligen.
Kerstin Griese, die selbst aus der Jugendverbandsarbeit kommt und lange bevor sie in einer Partei
aktiv geworden ist, bei der Evangelischen Jugend mitgearbeitet hat, betonte, dass Jugendverbände für eine Beteiligung von Jugendlichen am demokratischen Leben – sei es vor Ort oder in Europa – unverzichtbar sind.
Mit Bezug auf die Offene Methode der Koordinierung stellte Frau Griese fest, dass neue Gremien und Beiräte, wie sie im Weißbuch aber auch im Positionspapier der AGJ vorgeschlagen werden, Jugendbeteiligung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen können. Daher kommt es der Rednerin in ihrer Arbeit als Parlamentarierin und Ausschussvorsitzende besonders darauf an, darüber nachzudenken, wie die Jugendlichen, die in Jugendverbänden organisiert sind, und die nicht organisierten Jugendlichen bestmöglich einbezogen werden können. Frau Griese stellte fest, dass es von Seiten des Parlaments hier bisher wenig Beteiligung gab, sich dieses aber jetzt ändern werde.