Mit einem Grundsatzpapier setzt der Rat die Leitinitiative „Youth on the Move“ als Maßstab für kommende EU-Programme.
Das Zauberwort heißt „transnationale Mobilität zu Lernzwecken“. Und die wird in den von den EU-Bildungsministern auf ihrer Sitzung am 20. Mai verabschiedeten „Empfehlungen zur Förderung der Lernmobilität junger Menschen“ umfassend beschworen.
Mit Mobilität sollen neues Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen erworben werden. Mobilität soll ein „fundamentaler Weg sein, auf dem junge Menschen ihre künftige Beschäftigungsfähigkeit stärken können, aber auch ihre interkulturelle Sensibilität, ihre Persönlichkeitsentwicklung, Kreativität und aktive Bürgerschaft.“ Europäer, die als junge Lernende mobil waren, so die Hoffnung, werden es wahrscheinlich auch im späteren Leben als Beschäftigte sein. Lernmobilität könne die Bildungs- und Ausbildungssysteme öffnen, sie europäischer und internationaler machen, effizienter auch, und den Zugang zu Bildung verbessern.
Seit den Jahren 2000, als der Rat seinen Aktionsplan Mobilität auflegte und 2001, in dem das Europäische Parlament und der Rat Empfehlungen zur Mobilität von Studierenden, Auszubildenden, Freiwilligen, Lehrkräften und Ausbildern verabschiedete, sei viel erreicht worden, heißt es, aber auch viel passiert. Der „gesamte Kontext“ habe sich verändert, Globalisierung, technologischer Fortschritt und die stärkere Betonung der Beschäftigungsfähigkeit habe dem Thema eine neue Dimension gegeben. Mobilität zu Lernzwecken müsse nun für alle jungen Europäer möglich gemacht werden. Das soll die Leitinitiative „Youth on the Move“ bringen, die die weiterführende Bildung in Europa vorantreiben und ihre internationale Attraktivität steigern soll, „indem die Mobilität von jungen Menschen gefördert und deren Beschäftigungssituation verbessert wird“.
So richten sich die Empfehlungen an junge Menschen in Europa in allen Lern- und Ausbildungskontexten, der Schule, in der Erstausbildung, in Bachelor-, Master- und Doktorandenprogrammen, in Jugendbegegnungen, Freiwilligenaktivitäten oder Praktika. Mobilität zu Lenzwecken wird als relevant für alle Disziplinen und Fachbereiche, für Kultur, Wissenschaft, Technologie, Kunst und Sport, für junge Unternehmer ebenso wie für Forscherinnen und Forscher, angesehen. Der Rundumschlag gilt für jegliche Form des Lernens, sei es formal, nicht formal oder informell.
Den Mitgliedstaaten wird von den EU-Bildungsministern ein 11-Punkte-Plan präsentiert:
Und auch die spannende Frage, was die EU tun will, wird aufgelöst: Die Kommission soll die Programme und Budgets der EU - einschließlich der Strukturfonds - „voll und effizient“ ausschöpfen, um Mobilität zu Lernzwecken zu fördern. Dazu zählt auch, dass sie die Punkte dieser Empfehlung für die Gestaltung der nächsten Generation der EU-Programme im Bereich Bildung, Berufliche Bildung und Jugend und in den mehrjährige Finanzrahmen übernimmt.
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