Die Intergroup Jugend des Europaparlaments diskutierte in ihrer 2. Sitzung im Mai die "Europa 2020-Strategie" im Hinblick auf die jugendpolitischen Implikationen.
Rund 60 Teilnehmende hatte die Gruppe, da neben sieben Parlamentariern etliche Mitarbeiter, Mitglieder des Ausschusses der Regionen, Vertreter von Organisationen der Zivilgesellschaft und Jugendorganisationen (Europäisches Jugendforum, Junge Europäische Föderalisten, Die Jungen Europäischen Grünen, die Jungen Europäischen Sozialisten, die Jugend der Europäischen Volkspartei und die Europäische Liberale Jugend) teilnahmen.
Jonathan Hill, Mitglied des Kabinetts von Kommissarin Vassiliou, betonte, dass die beiden wichtigsten Ziele der Kommission die Reduzierung der Schulabbrecherquote und die Erhöhung der Zahl von Höherqualifizierten sei. Die Beschäftigungsfähigkeit der Jugendlichen stünde im Zentrum der Politik. In seiner Präsentation der "Youth on the Move"-Initiative nannte er fünf Punkte als Prioritäten der Kommission:
Die lebhafte Diskussion der Intergroup bezog sich unter anderem auf die Anerkennung nicht-formal und informell erworbener Kompetenzen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von jungen Menschen. Einige der anwesenden Organisationen fragten nach der Sicherung der Autonomie junger Menschen und nach der Förderung von Bürgerschaftlichen Initiativen. Auch wurde Sorge über eine angemessene Förderung der Jugendpolitik geäußert und angemahnt, dass für eine Umsetzung die europäische Politik sowohl Experten aus dem Bildungsbereich als auch die Betroffenen einbeziehen misse.
Die Intergroup, die mit ihren Treffen eine Politikressort übergreifenden Meinungsbildung fördern möchte, hat sich für ihre nächsten sieben Treffen bis Ende des Jahres drei Themen vorgenommen: Die Zukunft des Erasmus-Programms, das auf Auszubildenden ausgeweitet werden soll, das Thema "Jugenderwerbstätigkeit" sowie "Jugendpolitik und der Europäische Sozialfonds".