Mehr Zusammenarbeit ja, Harmonisierung nein - Die Bundesländer befassen sich endlich mit der EU-Jugendstrategie. Und können sich damit wohl anfreunden.
Nachdem sich am 04./05. Juni 2009 die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) der Bundesländer zur Europäische Zusammenarbeit in der Jugendpolitik geäußert hatte, bekam die in von der EU-Kommission veröffentlichte „Mitteilung der Kommission: Eine EU-Strategie für die Jugend - Investitionen und Empowerment“ nun die höhren Weihen durch Befassung des Bundesrates. Der beschloss in seiner 861. Sitzung am 18. September 2009 eine Stellungnahme.
Der Bundesrat begrüßt darin das Vorhaben einer systematischeren Berücksichtigung der Jugendperspektive in allen Angelegenheiten auf EU-Ebene. Die Förderung der Jugend müsse angesichts der demographischen Herausforderungen und der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise eine politische Priorität darstellen. Er hält die drei prioritären Ziele für eine gute Arbeitsgrundlage, allerdings solle „eine mittelfristige europäische Jugendstrategie unter qualitativem Aspekt aus Sicht der Länder auf einen längeren Zeitraum ausgerichtet sein und sich auf wenige Schwerpunktthemen beschränken“.
Befürwortet wird auch der bereichsübergreifende Ansatz für die Jugendbelange. Dieser sei ein „Mehrwert in der Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten durch die EU“. Damit haben die Landeministerien keine Ausreden mehr, jugendpolitische Entwicklungen auf EU-Ebene zu vernachlässigen. Denn der Bundesrat nennt auch die Unterstützungsmöglichkeiten durch die in Deutschland zuständigen überörtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe insbesondere für folgende Bereiche: