Positionspapier von JUGEND für Europa zum Bericht „Perspektiven für Freiwilligendienst und Zivildienst in Deutschland“ zum Bericht „Perspektiven für Freiwilligendienste und Zivildienst in Deutschland“ der Kommission „Impulse für die Zivilgesellschaft“ des BMFSFJ.
Der Bericht "Perspektiven für Freiwilligendienste und Zivildienst in Deutschland“ war von der Kommission im Januar dieses Jahres vorgelegt worden.
Das Positionspapier greift dabei die Feststellungen und Empfehlungen zum Bereich der „internationalen Freiwilligendienste“ - insbesondere zum Europäischen Freiwilligendienst (EFD) - sowie die Empfehlungen zum Aus- und Umbau von Freiwilligendiensten bzw. des Zivildienstes auf. JUGEND für Europa begrüßt insbesondere das im Kommissionsbericht formulierte Ziel, Freiwilligendienste zu stärken und bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Diese Absicht muss zu einem gesellschaftlichen Anliegen ersten Ranges werden und durch die Politik entsprechend konsequent verfolgt werden. Das freiwillige, unentgeltliche und interkulturell ausgelegte Engagement von Jugendlichen darf keinesfalls als Ersatz für den Zivildienst oder einen Arbeitsplatz funktionalisiert werden.
Ein erster Schritt wäre es, gesetzliche Rahmenbedingungen für Freiwilligendienste ohne wehrpolitische, arbeitsmarktpolitische oder sozialpolitische Interessensvermischungen zu schaffen.
Zweitens ist der wachsenden Bedeutung der internationalen, insbesondere europäischen Ausrichtung Rechnung zu tragen: In dieser Hinsicht müssen Hindernisse im Sozialversicherungsbereich, im Aufenthaltsrecht oder auch bei der Anerkennungspraxis beseitigt werden.
Unabdingbar für die Entfaltung einer Kultur der selbstverständlichen Freiwilligkeit ist darüber hinaus drittens, dass entsprechende Finanzmittel für den Auf- und Ausbau von Freiwilligenbereichen bereitgestellt werden und junge Menschen eine entsprechende Unterstützung bekommen.