Am 24. Oktober 2006 haben die EU-Organe grünes Licht für die Durchführung mehrerer Projekte und Veranstaltungen gegeben, mit denen im Jahr 2007 der 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge begangen werden soll.
Dahinter steht eine zweifache Absicht: Zum einen wird der Umstand gefeiert, dass die Europäische Union sich stets für Freiheit, Frieden und Wohlstand eingesetzt hat, und zum anderen bietet dieser Tag Gelegenheit, in die Zukunft zu blicken und sich Gedanken darüber zu machen, welche Art von Europa die Bürgerinnen und Bürger – insbesondere die jungen – wirklich wollen. Höchste Priorität genießt das Paket für die Jugend, zu dem u. a. die Maßnahmen "United Schools of Europe", "Europäischer Frühling" und ein Jugendgipfel in Rom gehören.
Die Vizepräsidentin der Kommission, Margot Wallström, kommentierte den Beschluss: "Ich hoffe, dass die Veranstaltungen zum Jahrestag für die Bürgerinnen und Bürger ein Anlass sein werden, sich zu überlegen, welche Art von Europa sie sich für die Zukunft wünschen. Europa ist mehr als nur ein gemeinsamer Markt. Deshalb sollten wir diesen Jahrestag nutzen, um unter Beweis zu stellen, dass die Union auch für Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung, Gleichstellung von Frauen und Männern, Verbraucherrechte und Sicherheit steht und ihren Bürgern neue Chancen bietet. Als Robert Schuman von "kreativer Versöhnung" sprach, waren alle von der Richtigkeit des europäischen Gedankens überzeugt. Heute müssen wir uns diese Zustimmung verdienen - und uns noch stärker für Transparenz, Demokratie und Dialog einsetzen."
Alejo Vidal Quadras, der für Information und Kommunikation zuständige Vizepräsident des Europäischen Parlaments, sagte: "Die EU-Organe und die Mitgliedstaaten müssen diese Gelegenheit, die der 50. Jahrestag der Römischen Verträge bietet, unbedingt nutzen, um die Debatte über die Zukunft Europas zu vertiefen. Es geht uns dabei nicht um die Begehung von Feierlichkeiten um ihrer selbst willen, sondern wir wollen die Chance nicht verstreichen lassen, die sich uns an diesem symbolträchtigen Tag bietet, um Bilanz zu ziehen und das europäische Projekt zu erneuern, damit es den Bedürfnissen und Erwartungen künftiger Generationen gerecht werden kann, die es eines Tages weiterführen werden. Das Europäische Parlament wird seinen Beitrag dazu leisten, und zwar nicht nur in Brüssel und in Straßburg, sondern in jedem einzelnen Mitgliedstaat."
Die Einzelprojekte wurden von der Interinstitutionellen Gruppe „Information“ (IGI) beschlossen, der Vertreter aller EU-Organe angehören.
Die IGI konnte sich auf eine Vorauswahl von Projekten stützen, die eine Taskforce vorgenommen hatte; dieser Taskforce gehörten Vertreter der derzeitigen EU-Mitgliedstaaten, Bulgariens und Rumäniens, des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission, des Generalsekretariats des Rates, des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses und des Ausschusses der Regionen an.
Ausgewählt wurden folgende Projekte: