Hintergrundinfo vom 12.01.2011Sonstiges

Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC)

Die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) wurde 1997 gegründet. Sie wurde 2007 durch eine EU-Agentur für Grundrechte (FRA) ersetzt bzw. erweitert. Diese hat ihren Sitz in Wien und ist eine Agentur der Europäischen Union.

Das vorrangige Ziel der EUMC bestand darin, der Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten objektive, verlässliche und vergleichbare Informationen auf europäischer Ebene über Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus vorzulegen, um sie dabei zu unterstützen, Maßnahmen zu ergreifen bzw. Vorgehensweisen festzulegen. Im Dezember 2003 entschieden die Regierungen der Mitgliedsstaaten, das Mandat des EUMC hin zu einer Agentur für Grundrechte zu erweitern.

Die daraus entstandene FRA (Fundamental Rights Agency) baut auf den Tätigkeiten der EUMC auf. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Mitgliedsstaaten in Grundrechtsfragen und der Umsetzung des betreffenden EU-Rechts mit nationalen Aktionen zu unterstützen. Hierzu werden unter anderem Daten zur Grundrechtssituation in den Mitgliedsstaaten erhoben, Forschung und Studien zu Grundrechten unterstützt und der Dialog mit der Zivilbevölkerung gestärkt. Auch die Arbeit gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zählt weiterhin zu den Schwerpunktbereichen der Agentur für Grundrechte.