Das "Canada-EU Youth Seminar" erarbeitete Empfehlungen für eine verstärkte Zusammenarbeit im Jugendbereich.
Schon im Dezember 2002 hatten sich der Präsident der EU-Kommission, Romano Prodi, und der kanadische Premierminister Jean Chrétien, auf eine umfangreiche Überarbeitung der Beziehungen zwischen der EU und Kanada geeinigt, mit dem Ziel einer weiteren Vertiefung der bestehenden Verbindungen. Eine wesentliche Voraussetzung für gute zukünftige Beziehungen sollte dabei die Entwicklung von Kontakten junger Menschen sein.
Bislang pflegen vor allem Frankreich und die französischsprachige Gemeinschaft in Belgien intensive bilaterale Kontakte in Kanada.
Vor diesem Hintergrund fand Ende vergangenen Jahres auf Einladung der Generaldirektion Bildung und Kultur das "Canada-EU Youth Seminar", statt. In der Vorbereitung waren zentrale Themenbereiche, die für beide Partnergruppen eine hohe Relevanz hatten, festgelegt worden. Diese Themen, zu denen sich auch Arbeitsgruppen bildeten, standen in engem Zusammenhang mit dem Weissbuch „Neuer Schwung für die Jugend“:
Die beschriebenen Themenbereiche wurden in mehreren Runden intensiv diskutiert , wobei die Situation in den beteiligten Ländern sehr unterschiedlich ist. Dabei wurde deutlich, dass es nicht nur zwischen einzelnen Ländern innerhalb der EU große Unterschiede gibt, sondern dass auch die verschiedenen Provinzen Kanadas sehr unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen haben.
Die Auswertung des Seminars zeigte, dass dieses eine gute Ausgangsbasis für weitere Kooperationen geschaffen hatte und gleichzeitig ein Bedarf für den Austausch besteht. Dies unterstreichen die Empfehlungen, die diesbezüglich in den Arbeitsgruppen erarbeitet wurden:
Die EU-Kommission und die Regierung Kanadas werden ihre Zusammenarbeit auf dieser Grundlage fortsetzen und dabei prüfen, ob es über die bestehenden und zukünftigen EU-Bildungsprogramme Möglichkeiten für eine Realisierung der Kooperation im Jugendbereich gibt.