EU-Jugendminister verabschieden Erklärung zu Rassismus und Intoleranz in Bezug auf Jugendliche

Die für Jugendfragen zuständigen Ministerinnen und Minister der EU haben eine Erklärung des Rates zu Rassismus und Intoleranz in Bezug auf Jugendliche verabschiedet. Die Bekämpfung soll ein prioritäres Anliegen von JUGEND im Jahr 2005 werden.

via Europäische Kommission

Der Rat vertritt in der Erklärung die Auffassung, dass Jugendliche sowohl Opfer als auch Täter rassistischer, fremdenfeindlicher und antisemitischer Handlungen oder anderer Formen von Intoleranz oder Diskriminierung sein können, und dass ihnen daher "eine zentrale Rolle dabei zukommt, in diesem Bereich einen positiven Wandel herbeizuführen". Jugendliche sollten auf lokaler, regionaler, nationaler Ebene bei der Erkennung der von Rassismus und Intoleranz ausgehenden Gefahren unterstützt werden.

Die Erklärung ruft die Europäische Kommission sowie die Mitgliedstaaten zur Ergreifung konkreter Maßnahmen auf, um den Jugendlichen Gelegenheit zu geben, eine wirkungsvolle Rolle bei der Bekämpfung von Rassismus zu spielen. Der Rat fordert insbesondere eine Verstärkung der Zusammenarbeit auf allen Ebenen und zwischen allen Akteuren, die an diesem Kampf beteiligt sind, und die Festlegung der Bekämpfung dieser Phänomene als eines der prioritären Anliegen des Programms JUGEND für das Jahr 2005. Darüber hinaus regt der Rat konkrete Maßnahmen im Bereich Jugendarbeit an, zum Beispiel Internet-Plattformen von Jugendlichen und für Jugendliche, sowie eine Nachfolgekonferenz im Jahr 2005 zu der 2001 in Berlin abgehaltenen Konferenz "Jugend für Toleranz und Demokratie – eine europäische Perspektive".

Jugendliche sollten im Rahmen des Möglichen an der Festlegung und Durchführung dieser Maßnahmen mitwirken.

Dokumente

  • Rassismus und Intoleranz in Bezug auf Jugendliche

    Erklärung des Rates und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten (9405/04 ca/CA/gk 7)
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