Eigenständigkeit wahren: EP-Intergroup Jugend nimmt Stellung zum Programmentwurf "Erasmus für Alle"

Drei Forderungen hat die Intergroup. Vor allem aber fordert sie den Erhalt eines eigenständigen Jugendprogramms.

Kurz und bündig reagierte die Intergroup Jugend. Die Gruppe, in der sich Europaparlamentarier aus verschiedenen Fachbereichen regelmäßig zu Jugendfragen austauschen (siehe NEWS), listet in ihrer kurzen Stellungnahme zum Kommissionsentwurf eines künftigen Programms „Erasmus für Alle“ drei Punkte auf.

Zentral ist die Forderung nach einem eigenständigen „Jugendprogramm für die Partizipation junger Menschen am demokratischen Leben“. Mit dieser Formulierung spielen die Abgeordneten auf den Artikel 165 im Lissabon-Vertrag und auf die Ratsentschließung zu diesem Thema vom 15.04.2011 (siehe NEWS) an. „Aktive Partizipation“, heißt es in der namentlich unterzeichneten Stellungnahme, „bedeutet nicht nur, eine zeitlang im Ausland zu verbringen, sondern bedeutet Partizipation und interkulturellen Dialog, unabhängig vom sozialen, kulturellen oder Bildungshintergrund der Jugendlichen“. Das Programm JUGEND IN AKTION habe seine Stärken mit guten Ergebnissen unter Beweis gestellt. Mit der Zusammenfassung der bisherigen Programme zu einem einzigen würden künftig die unterschiedlichen Profile, die Bedürfnisse und spezifischen Bedingungen der jeweiligen Felder weniger Berücksichtigung finden können. Kleinere Akteure, so wie sie im Jugendbereich zu finden seien, Jugendorganisationen und kleine Jugendprojekte würden am meisten verlieren, wenn die Kommissionspläne umgesetzt würden. Deswegen plädiert die Intergroup dafür, einen eigenen Artikel im Programmentwurf – ähnlich wie für den Sport – für die Jugendpolitik vorzusehen.

Daneben fordert die Intergroup, dass ein künftiges Programm alle jungen Menschen einschließt, auch Studierende, Auszubildende, junge Unternehmerinnen und Unternehmer, junge Forscherinnen und Forscher und Freiwillige. Hier sollten die Teilnehmerzahlen erhöht werden. Auch die Teilnahme benachteiligter junger Menschen sollte verbessert werden, unter anderem sollten deren soziale und finanzielle Hintergründe ein Kriterium bei der Mittelvergabe sein.

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