Hintergrundinfo vom 12.01.2011Sonstiges

Die erneuerte EU-Sozialagenda

Die erneuerte EU-Sozialagenda ist ein umfassendes Initiativenpaket zum Thema „Chancen, Zugangsmöglichkeiten und Solidarität im Europa des 21. Jahrhunderts“, das die Kommission am 2./3. Juli 2008 vorgeschlagen hat. Sie ergänzt die Lissabon-Strategie für den Zeitraum 2008-2010 und soll auch in der Lissabon-Nachfolge-Strategie für die Zeit bis 2020 umfassend berücksichtigt werden.

Die Agenda steht für ein erneuertes Engagement für ein soziales Europa und basiert auf einem integrierten Ansatz. Sie veranschaulicht, wie die EU durch Initiativen in den Bereichen Beschäftigung, Bildung und Qualifikation, Diskriminierungsbekämpfung, Mobilität und Gesundheit dazu beitragen kann, Chancen zu eröffnen, Zugangsmöglichkeiten zu schaffen und Solidarität zu üben. Insbesondere jungen Menschen soll ermöglicht werden, den schnellen Wandel aufgrund der Globalisierung, des technischen Fortschrittes oder der Alterung der Gesellschaft besser zu bewältigen.

Die EU-Kommission hat 2008 zudem vorgeschlagen, dass verstärkt Gelegenheiten für den freiwilligen Einsatz junger Menschen in Europa geschaffen werden sollen. Die Empfehlung ist ein Novum: Es ist die erste, die die Kommission jemals im Bereich der Jugendpolitik vorgelegt hat. Die Kommission ermutigt die Mitgliedstaaten, die Interoperabilität der nationalen Freiwilligenstrukturen zu verbessern, damit interessierte junge Menschen eines Landes leichter an den in einem anderen Land angebotenen Aktivitäten teilnehmen können.