12.07.2005Nicht formale Bildung

Der YOUTH-PASS kommt

Noch immer gibt es in Europa kein einheitliches Instrument, das schwarz auf weiß festhält, was man gelernt haben könnte in einer Jugendbegegnung, beim Europäischen Freiwilligendienst oder in einer Jugendinitiative. Dies soll sich nun bald ändern. Das neue Programm JUGEND IN AKTION wird ab 2007 den YOUTH-PASS als neues Instrument einführen.

via JUGEND für Europa, info 27

Lebenslanges Lernen bedeutet mehr als nur Bildungsabschlüsse, Berufsqualifizierung und stete Weiterbildung – auch Nicht-formales Lernen zum Beispiel in der und durch die Jugendarbeit gehört dazu. Dies ist jedoch nur möglich, wenn es gefördert und anerkannt wird.

YOUTH-Pass

Mit dem YOUTH-PASS für das neue Programm JUGEND in Aktion (2007 – 2013) wird der Prozess zur Anerkennung Nicht-formalen Lernens konkret angestoßen. Jeder, der ab 2007 im Programm JUGEND in Aktion Erfahrungen sammeln konnte, kann zukünftig durch den YOUTH-PASS sein “Non-formales Know-how” belegen. Von Nutzen ist der Pass dann bei der nächsten Bewerbung oder beim ehrenamtlichen Engagement. Auch für die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten kann er hilfreich sein und somit als eine Entscheidungsgrundlage für weitere Bildungsprozesse dienen. Mit der Entwicklung wurde das SALTO Training and Cooperation Resource Centre/Deutschland mit Sitz bei JUGEND für Europa von der Europäischen Kommission beauftragt.

Ziel ist es, bis Ende 2006 erste praxisfähige Elemente des YOUTH-PASS zu entwickeln. Damit würde er zu einem festen Bestandteil der neuen Programmgeneration JUGEND IN AKTION.

Doch vor dem Einsatz kommt die Entwicklungs- und Testphase. Daher wird SALTO in den nächsten Monaten:

  • Instrumente (von der Teilnahmebescheinigung bis hin zu Selbsteinschätzungsinstrumenten) entwickeln, testen und implementieren, die der Anerkennung von Nicht-formalem Lernen dienen;
  • zunächst mit einigen Agenturen Testläufe vereinbaren, diese evaluieren und danach das Netzwerk aller Nationalagenturen bei der Umsetzung (Trainings, Materialien, Evaluation) unterstützen;
  • die mögliche Verbindung zu existierenden Anerkennungsinstrumenten auf nationaler und europäischer Ebene analysieren;
  • die Anbindung des YOUTH-PASS an den Europass, den europäischen Mobilitätsnachweis zur Anerkennung und Validierung in der Berufsbildung überprüfen.
Neue Kollegin im SALTO Ressource Centre bei JUGEND für Europa

Wer Fragen oder Ideen zum neuen Instrument zur Erfassung Nicht-formalen Lernens hat, kann sich an Rita Bergstein bei JUGEND für Europa wenden. Mit Rita Bergstein konnte das Team von JUGEND für Europa seit 01. Mai 2005 eine neue Kollegin begrüßen, die bei SALTO mit dem Arbeitsschwerpunkt YOUTH-PASS betraut ist.

Mehr zum YOUTH-PASS finden Sie auch auf den SALTO-Internetseiten.