Das war die erste Runde: Alle Ergebnisse des Strukturierten Dialogs zum Thema Jugendbeschäftigung

Die ungarische Präsidentschaft bringt den Überblick über die Ergebnisse des 18monatigen Konsultationsprozesses.

Der „Strukturierte Dialog“, der mit der Entschließung des Rates vom 15. November 2005 über „Maßnahmen zur Berücksichtigung der Anliegen Jugendlicher“ initiiert und in der „EU-Jugendstrategie“ bekräftigt wurde, hat erste konkrete Ergebnisse vorzuweisen. Etwa 700.000 junge Menschen diskutierten während der ersten, 18-monatigen Konsultationsphase auf nationaler und europäischer Ebene das Thema „Jugenderwerbstätigkeit“. Das Thema war aus den in der EU-Jugendstrategie festgelegten Schwerpunkten ausgewählt worden.

Während der Team-Präsidentschaft von Spanien, Belgien und Ungarn wurde dafür zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. Juni 2011 ein Informations- und Meinungsaustausch zwischen jungen Menschen und den Institutionen der EU organisiert. Flankiert von nationalen Konsultationen wurden drei aufeinander aufbauende Jugendkonferenzen durchgeführt. Zunächst wurden auf einer EU-Jugendkonferenz in Jerez thematische Prioritäten zum Thema Jugendbeschäftigung festgelegt, dann im Rahmen einer EU-Jugendkonferenz im belgischen Löwen 40 Empfehlungen zu diesen Prioritäten vorbereitet, und dann auf einer Konferenz in Gödöllő und Budapest gemeinsame Empfehlungen von Jugenddelegierten und Generaldirektoren verabschiedet (siehe NEWS).

Neben den europäischen Jugendkonferenzen und den nationalen Arbeitsgruppen wurde in dieser ersten Phase auch das Europäische Steuerungskomitee zum Strukturierten Dialog eingerichtet, das den Prozess begleitet und unter anderem die nationalen Konsultationsergebnisse sammelt und auswertet. 

Die noch amtierende ungarische Präsidentschaft gibt nun in einem Papier einen Überblick über die Ergebnisse dieser ersten Phase. Das Papier erläutert den rechtlichen und theoretischen Hintergrund des Strukturierten Dialogs zwischen jungen Menschen und politischen Entscheidungsträgern der Europäischen Union, gibt Informationen, wie der er umgesetzt wurde und präsentiert dann alle Papiere, die im Rahmen der Konferenzen erarbeitet wurden. Diese sind – verglichen mit den eher kargen Schlussfolgerungen und Empfehlungen, die das Papier noch einmal zusammenfasst – umfänglich und detailliert und leuchten die Frage, wie die Arbeitsmarktschancen und die Beschäftigungssituation junger Menschen in der EU verbessert werden können, klug aus.

Ab dem 1. Juli 2011 beginnt mit Polen, Dänemark und Zypern eine neue Triopräsidentschaft und damit auch ein neuer 18-Monats-Arbeitszyklus des Strukturierten Dialogs mit dem neuen Thema „Partizipation junger Menschen am demokratischen Leben in Europa“.

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