An der Jugend nicht sparen - BDKJ gegen Kürzung im EU-Jugendprogramm

Der Bundesvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) appelliert sowohl an deutsche Abgeordnete im Europäischen Parlament als auch an die Bundesregierung, die geplanten Kürzungen für das künftige Jugendprogramm der Europäischen Union rückgängig zu machen.

via BDKJ - PM 6

Die Staats- und Regierungschefs haben sich hinsichtlich des künftigen EUHaushalts im Dezember 2005 auf einen Finanzrahmen in Höhe von 862,4 Mrd. Euro für die Jahre 2007 bis 2013 verständigt. Dieser Vorschlag entspricht einer Mittelkürzung von rund 13 % gegenüber dem Vorschlag der EU-Kommission vom Juli 2004. "Wie wir jedoch feststellen mussten, fallen die Kürzungen im Bereich Bildung, Jugend und Kultur wesentlich höher aus. Wird der aktuelle Vorschlag des Rates unverändert umgesetzt, würden für das künftige EU-Jugendprogramm etwa 141 Mio. Euro weniger Finanzmittel zur Verfügung stehen als für das laufende Programm JUGEND (2000-2006). Dies entspräche einer realen Kürzung von 19%.", erläutert BDKJ-Bundesvorsitzende Andrea Hoffmeier.

Angesichts der wachsenden Distanz von Jugendlichen zu Institutionen der Europäischen Union hält der BDKJ eine Kürzung des Programms "Jugend in Aktion" als Teil der Programme zur Förderung der europäischen Zivilgesellschaft daher politisch für völlig inakzeptabel. Der Dachverband der katholischen Jugendverbände vertritt die Auffassung, dass die Mittel in den Bereichen Jugend, Bildung und Kultur in Zukunft sogar noch erheblich aufgestockt werden müssten, wenn das weitere Zusammenwachsen Europas gelingen soll. "Deshalb appellieren wir an die Mitglieder der interinstitutionellen Arbeitsgruppe, sich dafür einzusetzen, dass bei dem angestrebten Haushaltskompromiss zumindest die überproportionale Kürzung von 19 % für das künftige Jugendprogramm rückgängig gemacht wird und die Kürzung nicht höher ausfällt, als in anderen Haushaltsbereichen der EU", so die BDKJ-Chefin.

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