In der Mitteilung „Bessere Kompetenzen für das 21. Jahrhundert:
eine Agenda für die europäische Zusammenarbeit im Schulwesen“
heißt es, dass einschneidende Veränderungen vorgenommen werden
müssen, damit Europas Schulen jungen Menschen das volle Rüstzeug
für das Leben in diesem Jahrhundert mitgeben können. Die
Schulbildung gilt zunehmend als Schlüsselbereich für
Verbesserungen, die erforderlich sind, damit die Mitgliedstaaten
die Ziele der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung
erreichen. Vor diesem Hintergrund äußert sich die Kommission zu
einem Politikbereich, der hoheitlich in der Kompetenz der
Mitgliedstaaten liegt (weshalb sie gleich auch „Häufig gestellte
Fragen“, u.a. nach der Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips,
beantwortet). Die Mitgliedstaaten arbeiten im Rahmen des
Programms „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ bereits
zusammen an einem Austausch bewährter Verfahren für einige
Bildungs- und Berufsbildungsaspekte. Die Fortschritte der im
Rahmen der Offenen Methode der Koordinierung verabredeten
Benchmarks für die Verbesserung der Lernkompetenz, die
Verringerung des Schulabbruchs und die Steigerung der
Bildungsbeteiligung waren jedoch bisher enttäuschend.
Die Kommission schlägt daher eine Agenda für die Zusammenarbeit
in drei Bereichen vor:
- Hauptsächlich sollen allen Schülerinnen und Schülern die
Kompetenzen vermittelt werden, die sie für das Leben benötigen.
Dazu gehört die Verbesserung der Lese- und Rechenkompetenz, die
Erweiterung der Lernkompetenz und entsprechende Modernisierung
von Lehrplänen, Lernmaterialien, Lehrerausbildung und
Beurteilungsverfahren.
- Die Mitgliedstaaten sollen sich zur Bereitstellung eines
hochwertigen Lernangebots für alle Schülerinnen und Schüler
verpflichten. Dazu gehört die Ausweitung des Zugangs zur
Vorschulerziehung auf alle Kinder, die Förderung der
Gerechtigkeit in den Schulsystemen, eine Verringerung des
Schulabbruchs und eine Verstärkung der Unterstützung an
Regelschulen für Schüler mit besonderen Bedürfnissen.
- Die Mitgliedstaaten sollen für eine Steigerung der Qualität
von Lehrkräften und Schulpersonal sorgen. Dazu gehört die
Ausweitung und Verbesserung der Lehrerbildung, wirksamere
Einstellungsverfahren für Lehrkräfte und Unterstützung der
Schulleiter dabei, ihre Tätigkeit stärker auf die Lernerfolge der
Schüler auszurichten.
Zum Abbau von Benachteiligungen, so die Kommission, können die
Schulsysteme unter anderem dadurch beitragen, dass sie den Zugang
zur Vorschulerziehung verbessern. Auch müsse sichergestellt werden,
dass es den Schulen gelingt, den jungen Menschen die nötigen
Grundkenntnisse zu vermitteln. Derzeit werden 24,1 % der
Jugendlichen (17,6 % der Mädchen; 30,4 % der Jungen) als
leseschwach eingestuft. Hier könnten stärker individualisierte
Lernansätze und ein kreativerer Einsatz von Beurteilungsverfahren
Abhilfe schaffen. Die Kommission schlägt eine Steigerung der
Qualität der Schulbildung durch eine umfassendere Selbstevaluierung
der Schulen und eine bessere Ausbildung des Schulpersonals vor.
Die Mitteilung ist Teil des am 2. Juli 2008 angenommenen
Maßnahmenpakets von Präsident Barroso, durch das
Zugangsmöglichkeiten, Chancen und Solidarität aller EU-Bürger
verstärkt werden sollen (siehe NEWS).
Die Mitteilung wird ergänzt durch ein Arbeitsdokument der
Kommissionsstellen, das die neuesten Forschungsergebnisse und
Statistiken sowie eine Zusammenfassung der Reaktionen auf die
Konsultation der Öffentlichkeit zum Thema „Schulen für das 21.
Jahrhundert“ enthält.
Dokumente
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An Agenda for European Cooperation on Schools, Communication from the Commission, COM(2008) 425
Dieses PDF-Dokument mit dem Dateinamen "com425 imrpoving Competencies for 21 century.pdf" ist 68,55 kB groß.
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An Agenda for European Cooperation on Schools, COM(2008) 425 (accompanying the Communication from the Commission)
Dieses PDF-Dokument mit dem Dateinamen "staff working paper Improving comepetnecies for 21 century.pdf" ist 1,08 MB groß.
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An Agenda for European Cooperation on Schools, MEMO/08/476, Brussels, 3 July 2008
Dieses PDF-Dokument mit dem Dateinamen "MEMO-08-476_EN[1].pdf" ist 28,39 kB groß.