Im Rat der EU-Jugendminister unterstreicht Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer die Notwendigkeit einer aktiven Mitgestaltung der Zukunft der EU durch Jugendliche – Das neue Jugendprogramm und der Europäische Pakt für die Jugend sind wirkungsvolle Instrumente um konkrete Perspektiven für die Bedürfnisse aller Jugendlichen zu schaffen.
Der Rat der EU (Jugend) hat gestern zwei Entschließungen zum neuen Programm „JUGEND IN AKTION“ (2007 – 2013) und zum Europäischen Pakt für die Jugend verabschiedet. Damit haben die Jugendminister und -ministerinnen eine breite Übereinstimmung über die zukünftige Ausgestaltung des neuen Jugendprogramms erzielt. Zugleich wurden die Weichen für eine Umsetzung des Europäischen Pakts für die Jugend mit Blick auf die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für das Aufwachsen, die Bildung und Ausbildung und die Integration in Gesellschaft und Arbeitsleben für alle jungen Menschen in Europa gestellt.
Der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, vertrat Deutschland beim Europäischen Rat für Bildung, Jugend und Kultur in Brüssel. Vor dem Hintergrund einer auch in Deutschland zu beobachtenden Europa-skeptischen Stimmung betonte er die Wichtigkeit eines stärkeren Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht Jugendlicher und erklärte: „Alle jungen Leute müssen Gelegenheiten haben, Europa zu erfahren und ein Bewußtsein für Europa zu entwickeln. Es bedarf eines noch zielgerichteten Ansatzes insbesondere im Bereich der nicht formalen Bildung, um junge Menschen besser über Europa zu informieren und zu lernen, wie sie sich aktiv in das gesellschaftliche Leben in Europa einbringen können. Europa wird junge Menschen desto mehr interessieren, je öfter und konkreter sie erleben können, dass sich ihre Lebensperspektiven hinsichtlich Bildung, Ausbildung und Beruf durch „Europa“ verbessern.“
Das neue Jugendprogramm und der Europäischen Pakt für die Jugend bieten eine Grundlage zur Entwicklung von zielgruppenspezifischen Angeboten gerade auch für jungen Menschen aus dem ländlichen Raum, aus benachteiligten städtischen Gebieten oder mit Migrationshintergrund.
In einem offenen Meinungsaustausch diskutierten die Jugendminister, wie Europa allen jungen Bürgern näher gebracht werden kann. Dazu betonte der Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer: “Das Thema „Europa“ mit seinen inhaltlichen Schwerpunkten (Beschäftigung, Mobilitätsförderung und Bildung, sozialer Zusammenhalt, Integration und kulturelle Vielfalt) wird in Projekten erfolgreich durch Jugendliche selbst behandelt. Dies ist im Projekt P sowie auch im Rahmen zahlreicher Jugendinitiativ-Projekte, die in Deutschland aus Mitteln des EU-Jugendprogramms ermöglicht werden konnten, bislang gut gelungen. Wir wissen auf Grund dieser positiven Erfahrungen zudem, dass sich mit solchen partizipativen Konzepte auch benachteiligte Jugendliche begeistern lassen.“
Die Meldungen im Einzelnen: