Die Kommission hat den Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates genehmigt, wonach 2008 zum "Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs" erklärt werden soll. Die Initiative richtet sich vor allem an junge Bürgerinnen und Bürger.
Von der Idee zu dem Thema des Europäischen Jahres hatte der zuständige europäische Kommissar Ján Figel' bei seiner Anhörung durch das Europäische Parlament im September 2004 erstmals gesprochen: "In den letzten Jahren hat sich in Europa viel geändert: Mehrere Erweiterungen, eine größere Mobilität durch den Binnenmarkt und ein stärkerer Austausch von Menschen und Waren mit außereuropäischen Ländern haben ihre Wirkung gezeigt. ... Der Dialog zwischen den Kulturen ist also unverzichtbar, wenn sich die europäischen Völker und ihrer verschiedenen Kulturen annähern sollen."
Mit den für das Europäische Jahr zur Verfügung stehenden zehn Millionen Euro werden über Programme und andere Gemeinschaftsaktionen möglichst konkrete und vielfältige Projekte finanziert. Die anvisierten Bereiche sind vor allem Kultur, Bildung, Jugend, Sport sowie Unionsbürgerschaft. Vor allem junge Bürgerinnen und Bürger sollen für das Thema interessiert werden.
Das Europäische Jahr sollte allgemein darauf zielen, den interkulturellen Dialog zu fördern, der es den europäischen Bürgern ermöglichen soll, die zunehmend offene und komplexe Umgebung meistern zu können und es soll deutlich machen, wie wichtig es ist, eine aktive und weltoffene Unionsbürgerschaft zu entwickeln, welche die kulturelle Vielfalt respektiert und auf gemeinsamen Werten gründet.
Der interkulturelle Dialog soll als "Mainstreaming" im Jahr 2008 in allen einschlägigen Programmen und Gemeinschaftsaktionen verstärkt werden. Außerdem sieht die Kommission Mittel in Höhe von 10 Millionen Euro für drei Arten von Aktionen vor: